Eine Einführung in die alkoholbedingte Hirnschädigung und ihre Ursachen

Ziel des Symposiums über die alkoholbedingte Hirnschädigung ist es, einen Überblick über die derzeitige Meinung und die jüngsten Fortschritte in Bezug auf die Faktoren zu geben, von denen man annimmt, dass sie bei dieser Störung eine wichtige Rolle spielen. Die drei wichtigsten Faktoren sind: alkoholspezifische Neurotoxizität, begleitender Vitamin-B1-Mangel (Wernicke-Korsakoff-Syndrom) und Leberversagen infolge einer alkoholischen Zirrhose. Es besteht eine komplexe Wechselwirkung zwischen diesen und anderen Faktoren, und es ist schwierig, die relative Bedeutung der einzelnen Faktoren bei der Pathogenese alkoholbedingter Hirnschäden herauszuarbeiten. Darüber hinaus deuten neuere molekulare und biochemische Studien darauf hin, dass mehrere dieser Faktoren möglicherweise gemeinsame pathogenetische Mechanismen aufweisen, wie z. B. Exzitotoxizität, Mitric Oxide und freie Radikale. Die Anwendung neuer Technologien bei neuropathologischen Untersuchungen sorgfältig ausgewählter Gruppen von Alkoholikern zeigt allmählich ein weitaus komplexeres Schädigungsmuster auf, als dies bisher angenommen wurde. Quantitative Morphometrie und Immunhistochemie können kombiniert werden, um dreidimensionale Bilder verschiedener anatomischer Regionen des Gehirns zu erstellen und detaillierte Analysen der Anzahl und Größe der Neuronen sowie der neurochemischen Zusammensetzung durchzuführen. Beim Wernicke-Korsakoff-Syndrom (WKS) gibt es gute Belege (zur Unterstützung neuropsychologischer und neuroradiologischer Daten) dafür, dass bestimmte Neuronenpopulationen in kortikalen und subkortikalen Regionen geschädigt sind. In den Fällen mit WKS gibt es auch Hinweise auf pathologische Schäden in anderen kortikalen und subkortikalen Regionen als den gut beschriebenen periventrikulären Verteilungen. Diese detaillierteren Studien ermöglichen ein umfassenderes Verständnis der alkoholbedingten Hirnschädigung.

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