American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine

Arbeitnehmer, die mit Versuchstieren arbeiten, haben ein hohes Risiko, eine Berufsallergie zu entwickeln. Über den Zusammenhang zwischen der Höhe der Exposition und dem Risiko, eine Versuchstierallergie zu entwickeln, ist wenig bekannt. Eine Querschnittsstudie wurde an 540 Arbeitnehmern in acht Einrichtungen durchgeführt, um die Beziehung zwischen Exposition und Reaktion bei Allergien gegen Ratten zu quantifizieren, wobei Determinanten wie Atopie, Geschlecht und Rauchen berücksichtigt wurden. Alle Teilnehmer füllten einen Fragebogen aus, unterzogen sich Hautpricktests mit gängigen und berufsbedingten Allergenen, und es wurden sowohl Gesamt-IgE als auch berufsbedingte allergenspezifische IgE-Antikörper serologisch gemessen. Persönliche Luftstaubproben wurden während der vollen Arbeitsschicht genommen, um die Aeroallergenexposition der Ratten im Urin abzuschätzen. In der gesamten Studienpopulation wurde keine eindeutige Expositions-Wirkungs-Beziehung beobachtet. In der Gruppe der Arbeitnehmer mit weniger als 4 Jahren Arbeitserfahrung mit Labortieren war die Prävalenzrate der Sensibilisierung gegenüber Rattenallergenen jedoch eindeutig mit den Expositionswerten verbunden. Die Expositions-Wirkungs-Beziehung war am steilsten bei Arbeitern mit Atopie-assoziierten Risikofaktoren, d.h. selbstberichteter Allergie oder Sensibilisierung gegenüber Katzen oder Hunden oder erhöhtem Gesamt-IgE im Serum. Die Prävalenzraten der Sensibilisierung gegen Rattenallergene waren bei diesen Arbeitnehmern in der Gruppe mit hoher, mittlerer bzw. niedriger Exposition etwa 15, 9,5 bzw. 7,3 Mal höher als in der internen Referenzgruppe.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.